Seit 1999 halte ich Diskusfische. Zunächst in einem bepflanzten
430 Liter Aquarium.
Doch schon bald entwickelte sich der Ehrgeiz, diese schönen Tiere zu züchten,
denn ich liebe Herausforderungen. So wurde nach und nach ein kleiner
Kellerraum zum Zuchtraum umfunktioniert.
Die ersten Zuchterfolge stellten sich erstaunlicherweise schnell ein.
Die Qualität war zufriedenstellend, für meine Ansprüche aber nicht
optimal.
Etliche Rückschläge mussten dann in den nächsten Jahren verarbeitet
werden. Schlechter Torf (No-Name-Produkt) warf mich fast um ein
Vierteljahr zurück. Dass im Torf Phosphat und zwar in bedenklicher, ja
gefährlicher Konzentration enthalten sein kann, war mir unbekannt.
Kein Gelege schlüpfte während dieser Zeit. Viele Ursachen wurden geprüft,
wie
z. B. Rückfragen beim Wasserwerk, sämtliche Wasseranalysen (leider
nicht Phosphat).
Weitere Probleme entstanden durch Zukauf neuer Farbschläge. Krankheiten
mussten behandelt werden. Teilweise starben ganze Gelege.
Schon länger hatte ich mit dem Gedanken gespielt, parasitenfreie Diskus
zu züchten. Die Vorteile liegen auf der Hand und brauchen nicht mehr
aufgezählt zu werden. Dass parasitenfreie Diskus ein schlechtes
Immunsystem haben sollen, ist ohnehin nur eine Fabel und ein Argument der
klassischen Züchter und Unwissenden. Neid ist nun einmal überall
vorhanden. Der einzige Nachteil, der mich bisher von der Umstellung zurückhielt,
bestand darin, dass es nicht sehr viele parasitenfreie Diskusfarbschläge
gibt. Außerdem sind sie auch in der Anschaffung teurer. Aber Qualität
hat nun einmal ihren Preis. Allerdings rechnet sich der höhere
Anschaffungspreis sehr schnell. Keine Medikamente mehr, wenige Verluste
bzw. „Kümmerlinge“ bei den Nachzuchten.
Zudem ist es gefahrlos möglich, einen Zentralfilter einzusetzen und
wenn möglich, die Aquarien über den Zentralfilter mit der Warmwasser-
oder Zentralheizung des Hauses preisgünstig zu beheizen. Nach Abwägung
aller Vor- und Nachteile entschloss ich mich nach dem letzten nicht so
erfreulichen Untersuchungsergebnis, auf parasitenfreie Diskus umzustellen.
Bis heute, nach ca. einem halben Jahr, habe ich diesen Schritt nicht
bereut, auch wenn es mit viel Arbeit verbunden war. Alle Aquarien wurden
nach und nach mit 60° warmem Wasser ausgekocht, anschließend noch zusätzlich
desinfiziert.
Alle Fische, die ich am Anfang (Februar 2003) kaufte, erfreuen sich
bester Gesundheit und wachsen gut heran. So langsam stellen sich
Zuchtpaare zusammen und die ersten Nachkömmlinge
werden aufgezogen.
Diskus, die ich nicht in die Zucht nehmen wollte, verkaufte ich
zwischenzeitlich. Viele positive Rückmeldungen bekam ich seit dem,
insbesondere dann, wenn ein neues Aquarium nur mit den parasitenfreien
Diskus besetzt wurde. Die dazu gesetzten Beifische übertragen in aller
Regel nicht die diskustypischen und schädlichen Krankheitserreger.
Eine im Juli 2003 vom Niedersächsischen Landesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Hannover am 29.07.2003
durchgeführte Untersuchung ergab keinen Befund. Weder Ekto- noch
Endoparasiten quälten meine Diskusfische.
Für
alle Skeptiker: das Untersuchungsergebnis sehen Sie